Kommunionkinderwochenende

 

Auf dem Kommunionkinder-Wochenende wird Gemeinde gelebt
„Am schönsten fand ich, dass ich mit all meinen Freunden auf einem Zimmer war.“

 

Einige Zeit vor dem Kommunionkinder-Wochenende unterhielten sich einige von uns Leiter*innen der Katholischen jungen Gemeinde miteinander darüber, was die Kirche oder auch der Glaube für uns bedeutet. Trotz mancher Zweifel, die einem kommen mögen, stand für die meisten der Glaube an die Gemeinschaft und das Miteinander im Vordergrund. Wenn wir in unserer Jugendarbeit etwas zusammen unternehmen, uns über Gott und die Welt austauschen, wenn wir vor Aufgaben gestellt werden, an denen wir wachsen und sich ein Freundeskreis bildet, der einem Rückhalt, Unterstützung und Vertrauen schenkt, dann leben wir Gemeinschaft und erfahren die Bedeutung unserer Gemeinde.
Als wir mit den Kommunionkindern aufs Kommunionkinder-Wochenende fuhren, fragten wir einige von ihnen, warum sie zur Kommunion gehen möchten, was sie auf dem Weg der Vorbereitung erleben und lernen und was ihnen dabei am meisten Spaß macht. Wie erwartet stellte sich schnell heraus, dass gerade in diesem Alter die Geschenke ein prominenter Grund sind, weshalb man zur Kommunion gehen will. Wir haben aber auch andere antworten bekommen, wie diese:
„Weil ich dann die ´Hostieje´ bekomme, wenn ich mit Mama in die Kirche gehe und es spannend finde, mehr über den Glauben meiner Familie zu lernen.“
„Weil meine Freunde das alle machen und ich etwas mit meinen Freunden erleben will.“
„Weil die Familie mich begleitet und weil am Ende eine schöne große Feier in unserem Stall ist.“
Über ihre Kommunionvorbereitung erzählten uns die Kinder, dass sie viel aus der Bibel vorgelesen bekämen, dann darüber sprechen würden und anschließend einzelne Szenen in Standbildern nachstellen würden. Es werde aber auch immer fleißig gebastelt und so entstanden zum Beispiel in einer Gruppe auf Leinwand gemalte Regenbogenfische, die erklären, dass Teilen wichtig ist und glücklich macht. In einer anderen Kommunionstunde sind Gebetswürfel gebastelt worden: „Wir haben gelernt mit Gott zu reden. Dann betet man allein für sich, wo auch immer man ist, oder gemeinsam in der Kirche.“
Auch auf dem Kommunionkinder-Wochenende gab es viel zu erleben. Umrahmt von vielen gemeinschaftsstärkenden Drinnen- und Draußenspielen, wurde ein Gottesdienst gefeiert, Taizé-Gesang und eine Meditation und Reflexion angeboten sowie eine Nachtwanderung unternommen. Auch das Tanzbein wurde bei einer fröhlichen Party geschwungen. Am Samstagvormittag kamen die Katecheten zu Besuch und trafen sich mit ihren Kommuniongruppen. Die Kinder teilten uns mit, was ihnen am Besten gefallen habe: „Am schönsten fand ich, dass ich mit all meinen Freunden auf einem Zimmer war und uns schöne Gute-Nacht-Geschichten erzählt wurden.“ „Übernachtet habe ich bisher nur bei meinen Großeltern und darum fand ich alles aufregend und habe viel Spaß mit meinen Freundinnen gehabt. Auch der Kommunionunterricht war gut.“ „Mir hat das Malen und die Nachtwanderung am besten gefallen. Dass wir die ganze Zeit mit allen so viel gespielt haben, war auch super.“
Über die Zeit der Vorbereitung hinweg scheinen die Kommunionkinder auch Gefallen an dem Gemeindeleben gefunden zu haben. Auf die Frage hin, ob sie sich auch nach der Kommunion in der Kirchengemeinde aktiv bleiben wollen, erklärten einige: „Ich möchte Messdienerin werden.“ „Ich weiß es noch nicht, werde aber weiter mit meinen Großeltern in die Kirche gehen.“ „Ja, ich will wie mein großer Bruder in der KjG mitmachen. Ich bin aber auch schon im Kinderchor.“
Ein weiteres Kind setzte zu einer Gegenfrage an: „Was ist eine Gemeinde?“ Diese Frage ließ sich nach unseren gemeinsamen Erlebnissen leicht beantworten. Da Kinder aus der Kernstadt Rheinbach aber auch von allen umliegenden Dörfern mitgekommen waren, war der gesamte Gemeindeverbund vertreten und alle genossen es, mit alten und neu gewonnenen Freunden Gemeinschaft zu leben und gemeinsam Spaß zu haben.  
In einem Lied zum Glaubensbekenntnis, das bei den Kindern sehr beliebt ist, singen sie: „Ich glaube an Gemeinschaft mit Gott als Fundament“ und so wünschen wir allen Kommunionkindern, dass sie auf ihrem Weg zur Kommunion, aber auch darüber hinaus, von Menschen begleitet werden, die sie gemeinschaftlich unterstützen und ihre Freude und ihr Interesse an ihrem persönlichen Glauben fördern.